+49 (0) 228 534 632 66 info@exzellenta.de

Zu erkennen, was Lean Administration ist und was nicht, ist eine der Voraussetzungen für den Erfolg von Lean Administration. Fünf weitere werden in diesem Artikel beschrieben.

 

Lean Administration ist …

… ein ganzheitlicher Ansatz, um Werte zu schaffen und Verschwendung zu eliminieren. Jeder Einzelne im Unternehmen muss sich darum kümmern. Arbeit wird als ein Ablauf oder Prozess verstanden. Es gilt die Abläufe so zu organisieren, dass die Arbeit  durch das Unternehmen in einem ruhigen, aber steten Fluss fließt. Der Fluss ist ohne Stromschnellen ohne Stauungen, um im Bild zu bleiben. Die Arbeit fließt schneller, ohne den Einzelnen mehr zu belasten.

Lean Administration bezieht sich auf wissensorientierte Arbeitsplätze in Unternehmen und Organisationen.

 

Lean Administration ist nicht …

was es nicht ist…ein Programm, um Entlassungen durchzuführen oder gar die Begründung für Personalabbau zu liefern. Entlassungen können kurzfristig Kosteneinsparungen bringen, langfristig „sägen sie an dem Ast, auf dem wir sitzen“. (mehr dazu unter:… statt Mitarbeiterentlassung )

 

5 Voraussetzungen für den Erfolg von Lean Administration

Diese Erfolgsfaktoren gelten nicht speziell für den Erfolg von Lean Administration, sondern für den Erfolg von Lean Philosophie in Unternehmen und Organisation allgemein.

 

FünfLean ist ein ganzheitlicher Ansatz

Die Einführung geschieht sowohl top-down wie bottom-up. Aufgabe der Führung ist es, sich bewusst für Lean als ganzheitlichen Ansatz zu entscheiden. Sie gibt die Vision vor und setzt die entsprechenden Rahmen durch die Ziele sowie die Unternehmenswerte.

  1. Die Mitarbeiter stärken und wertschätzen

Den Mitarbeitern kommt die Aufgabe zu, die Abläufe zu optimieren, um den o.e. ruhigen Fluss der Arbeit durch das Unternehmen zu erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass sie entsprechendes Knowhow haben oder erwerben können.  Kenntnisse über Tools und Methoden sind allerdings nicht ausreichend. Um erfolgreich optimieren zu können, benötigen die Mitarbeiter auch einen angemessenen Freiraum. Freiraum heißt einerseits Zeit für Verbesserungsaktivitäten und andererseits Spielraum für eigenständiges Austesten der Lösungen und Übernahme von Verantwortung. Command-and-Control-Führung funktioniert in Lean nicht. Respect for People ist gefragt (mehr dazu unter: Unternehmenskultur), eine Arbeitskultur des Vertrauens und der Verantwortung.

  1. Vorbildfunktion der Führungskräfte

Führungskräfte müssen die Werte eines Lean Unternehmens leben. Mitarbeitern den gerade erwähnten Freiraum zu geben, ist nicht immer einfach und muss erlernt werden. Dazu gehört eine andere Fehlerkultur: nicht den Schuldigen suchen, sondern nach der Überzeugung handeln, dass es die Abläufe sind, die Fehler produzieren. Mitarbeiter benötigen Unterstützung z.B. durch notwendige Qualifizierungsmaßnahmen, auch on-the-job.  Vertrauen in die Mitarbeiter zu haben und den angemessenen Spielraum zu geben, erfordert bei vielen Führungskräften eine gewaltige Change-Leistung.

  1. Prozess- versus Abteilungsdenken

Wenn die Arbeit durch das Unternehmen fließen soll, ist Abteilungsdenken oder wie es oft bezeichnet wird, Silodenken, hinderlich. Das Denken in Prozessen muss sich auch in der Unternehmensorganisation wiedererkennen lassen.

  1. Zahlen – Daten – Fakten

„Was sich nicht messen lässt, lässt sich nicht optimieren.“ (In Anlehnung an ein ähnliches Zitat, das Peter Drucker zugeschrieben wird). Messen der Größe der Probleme und des Erfolgs der Lösungen ist dem Lean – Ansatz innewohnend.

 

PS: das ist der Auftakt einer Serie in diesem Herbst, die Lean Administration, also Lean in verwaltenden und administrativen Bereichen von Unternehmen und Organisation, beleuchtet. Im Einzelnen sind ebenso Artikel geplant zu Tools und Methoden aus dem Lean Werkzeugkasten, wie auch allgemeinere über Lean Leadership und Team- und Projektarbeit.

Schreiben Sie mir, wenn Sie ein spezieller Bereich interessiert.