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„Zwei Drittel der Arbeitnehmer halten ihre Chefs für inkompetent“ (Zeit online 2016). „Arbeitnehmer oft zufrieden mit ihren Chefs“ (Handelsblatt 2014). Zwei Beispiele aus vielen, die gegensätzlicher nicht sein könnten, dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, bei dem, was sich Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten wünschen. Greifen wir 2 Punkte heraus.

Negative Ergebnisse zum Führungsverhalten

minus-Punkte

Minus-Punkte in den Umfragen

Mitarbeiter klagen, dass

  • Führungskräfte die Leistungen der Mitarbeiter nicht erkennen und
  • bei Problemen nicht ansprechbar sind

Positive Ergebnisse zum Führungsverhalten

Plus-Punkte

Pluspunkte in den Umfragen

Mitarbeiter loben, wenn

  • ihnen ausreichend Freiraum zur Verfügung steht und
  • sie beim Gehör und Anerkennung finden bei ihrem Vorgesetzten.

Gemeinsamkeiten

  • Mitarbeiter wollen Bestätigung
  • Sie wollen Gehör beim Vorgesetzten finden.

Und was hat das nun mit Lean zu tun?

Lean Unternehmensphilosophie fördert den Freiraum der Mitarbeiter

Lean zielt darauf ab, dass jeder an seinem Arbeitsplatz Probleme erkennt und selbstverantwortlich beseitigt. Das Knowhow der Mitarbeiter wird bewusst genutzt zum Wohle und der Entwicklung des Unternehmens und damit zur Sicherung der Arbeitsplätze der Mitarbeiter. Sätze wie „Sie sollen arbeiten, nicht Neues erfinden“ sind ein No-Go in Lean Unternehmen.

 

Lean Führungsverhalten: Lean Führungskräfte erkennen die Leistungen der Mitarbeiter an

Dies wird auf die Dauer nur gelingen, wenn Führungskräfte ihren Mitarbeiter für ihre Verbesserungsaktivitäten auch Anerkennung zollen. Probleme finden und lösen ist eine herausfordernde Aktivität, die von den Vorgesetzten gewollt sein und eingefordert werden muss, mit Druck und Bestrafung sicherlich nicht zu erreichen, wohl aber über positive Verstärkung.

 

Lean Führungsverhalten: Lean Vorgesetzte unterstützen ihre Mitarbeiter

Nicht jedes Problem kann ein Mitarbeiter alleine lösen. Vorgesetzte erkennen, dass es die Prozesse sind, die die Fehler verursachen, nicht die Mitarbeiter. Austauschbarkeit im Versagensfall ist nicht das Mittel der Wahl. Vorgesetzte in Lean Unternehmen coachen ihre Mitarbeiter on-the-job ebenso wie durch Trainings, damit diese in der Lage sind, Prozesse zu verbessern und ihre Aufgaben optimal zu erfüllen. Austauschbarkeit der Mitarbeiter führt zu Knowhow – Verlust im Unternehmen, damit zu einem Wettbewerbsnachteil im Markt.

 

Und was bedeutet das für Führungskräfte?

Keiner kann mehr, seine Aufgaben autonom bewältigen oder seine Probleme alleine lösen, auch Führungskräfte wissen nicht mehr alles im Unternehmen. Der imperative Führungsstil mit „Kommando und Kontrolle“ hat ausgedient und muss durch den partizipativen Führungsstil mit Vertrauen und Einbindung der Mitarbeiter abgelöst werden. Genau das aber geschieht in Lean Unternehmen.

 

Wir unterstützen Unternehmen bei der Einführung von Lean und Lean Unternehmenskultur. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: info@exzellenta.de

 

 

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Bei den Studien handelt es sich um eine Befragung der Bertelsmann Stiftung im Jahre 2014 bei über 1200 Angestellten, Beamten und Arbeitern und die Studie „Emotionale Führung am Arbeitsplatz”, 2016 von Rochus Mummert.