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Was es bei der Einführung von KVP zu beachten gilt

Kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen, bekannt unter der Abkürzung KVP, dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bedeutet kleine Verbesserungsschritte zu gehen. Die Erfahrung zeigt, dass kleine, aber viele und wiederkehrende Verbesserungsaktivitäten in der Regel erfolgreicher sind als wenige große.

KVP – Entwicklung in kleinen Schritten

Bei großen Veränderungen sind gewöhnlich die Widerstände groß ebenso wie die damit einhergehende Gefahr, dass die Optimierung zwar kurzfristig Erfolg zeigt, bald aber nicht mehr ausreichend beachtet wird, und wir „in unseren alten Trott zurückfallen.“ Der Grund liegt darin, dass große Verbesserungsprojekte von einem Team von Experten entwickelt werden ohne Beteiligung der Menschen vor Ort. Diese lehnen dann die Konzepte ab, bei deren Entstehung sie nicht beteiligt.

KVP als Schnittstelle

KVP als Schnittstelle

In einer Unternehmenskultur des KVP hingegen sind es die Mitarbeiter, die im Rahmen ihres Aufgabengebietes die Verbesserungsaktivitäten erarbeiten. Sie kennen am besten die Probleme, und sie haben in ihrem Aufgabenbereich das Wissen und die Kompetenz, um Lösungen zu finden. Um die Mitarbeiter in den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess einzubinden, braucht es eine andere Unternehmenskultur als die von „Befehl und Anordnung“, das eher traditionelle Führungsverständnis. Die Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter unterstützen, beraten, ermuntern, Neues zu entdecken und auszuprobieren. Der Chef wird zum Coach seiner Mitarbeiter.

KVP bedeutet zusammenfassend kontinuierliche Verbesserungsaktivitäten unter Einbeziehung aller Beteiligten, je nach Themenstellung von der Reinigungskraft über den Sachbearbeiter bis zum Teamleiter; im besten Fall dienen die Führungskräfte als Vorbild.

KVP für Jeden und Alles

Ebenso wie es JEDEN im Unternehmen betrifft, an seinem Arbeitsplatz nach Verbesserungschancen zu fahnden, so bezieht es sich gleichermaßen auf JEDES Arbeitsgebiet im Unternehmen, in der Produktion, in Serviceabteilungen, in der Verwaltung vom Einkauf bis zum Rechnungswesen. Im Einzelnen bedeutet das:

  • Die Qualität der Arbeitsergebnisse zu verbessern, zum Beispiel Fehlerfreiheit von Anfang an, Zuverlässigkeit von Zusagen
  • Die Optimierung der Prozesse zu erzielen, zum Beispiel Vermeidung von Verschwendung, Verringerung und Abstimmung von Schnittstellen
  • Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu sorgen, zum Beispiel Ergonomie, gleichmäßige Auslastung
  • Optimale Organisation weiter zu entwickeln, zum Beispiel Kommunikation, notwendige Schulungen.

KVP-Aktivitäten werden strukturiert durchgeführt. Nachdem das zu behebende Problem genauestens beschrieben wurde, werden Lösungen erarbeitet. Die beste wird umgesetzt und getestet. Sollte sie erfolgreich sein, wird sie verbindlich festgeschrieben in Form eines sog. Standards, der anschließend so lange gilt, bis er ggf. in einem weiteren strukturierten Verfahren abgelöst und verbessert wird.  Ist das Ergebnis hingegen nicht zufriedenstellend, geht es sofort in eine weitere Verbesserungsrunde. Die dann erarbeitete Lösung wird wiederum getestet usw.

Standards

Standards sorgen für Nachhaltigkeit

Standards sichern Nachhaltigkeit des KVP

Die Erarbeitung des Standards, die ein Kernpunkt in der strukturierten Vorgehensweise des KVP ist, ist ein Instrument, um zu verhindern, dass die neue Lösung im Alltag wieder vergessen wird.

Auf diese Art und Weise ermöglicht KVP mit seinen kleinen und zügigen Verbesserungsschritten rasche Erkenntnisse und damit schnelles Lernen und wegen des kontinuierlichen Vorgehens zusätzlich ein dauerndes Lernen der gesamten Organisation. Das Unternehmen wird zum „lernenden Unternehmen“, was ihm durch das Wissen und die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter einen nicht einholbaren Vorsprung im Wettbewerb sichert, eine Voraussetzung für das Überleben eines Unternehmens in unserer schnelllebigen und komplexen Umwelt.

KVP in einem Unternehmen entsteht nicht von selbst; es muss gewollt sein, sonst lässt die Motivation nach. es gibt fünf  Voraussetzungen für erfolgreiche KVP-Unternehmen. Darüber gibt es einen eigenen Blogartikel. Lesen Sie ihn hier.

Sollten Sie Fragen zur Einführung von KVP haben, nehmen Sie gerne Kontakt auf: a.reeg-muller@exzellenta.de